Freitag, 9. Dezember 2016

Open! 2016 - Konferenz für digitale Innovation

Wie digitale Transformation durch Offenheit angetrieben wird

Vier Panels, 40 Referenten und über 300 Teilnehmer: Die OPEN! 2016 hat mit ihren Themen wie Blockchain, Plattformen, digitales Engagement und Open Culture Innovationstreiber der digitalen Transformation versammelt. Die Konferenz lieferte zum zweiten Mal wegweisende Impulse für Innovationen auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Kredo lautete dabei: Daten offenlegen, Branchen vernetzen, Potentiale nutzen. Veranstaltet wurde die OPEN! 2016 von der MFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft zusammen mit der Open Source Business Alliance und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Offene, frei zum Download verfügbare Kulturdaten sind in Deutschland noch eine eher junge Bewegung. Stehen jedoch Kulturdaten unter offenen Lizenzen zur Verfügung, entsteht ein Freiraum, der es den Kulturinstitutionen ermöglicht, mit neuen Zielgruppen zu kooperieren. Das kulturelle Erbe wird dadurch vom Ausstellungsobjekt zu einer Quelle von kulturellem und auch wirtschaftlichem Mehrwert. Der Panel wurde von Yasi Schneidt organisiert. Er gliederte sich in zwei Sessions bzw. zwei Leitfragen: Wohin kann offene Wissensvermittlung im Kulturbereich führen? und Wie kann offene Wissensvermittlung im Kulturbereich gestaltet werden? Herr Stephan Bartholmei von der Deutschen Digitalen Bibliothek war Modertor.

Frau Dr. Antje Schmidt, vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg hat über das Potenzial von offenen und nachnutzbaren Kulturdaten gesprochen. Sie sind bis dato das einzige Museum in Deutschland, welche gemeinfreie Werke auch der Gemeinfreiheit mit ihrer MKG Sammlung Online zur Verfügung stellen. Zwei erfolgreich eingesetzte Serious Games im Ausstellungskontext wurden vom Historischen Museum Basel durch Carmen Simon und Daniele Turini vorgestellt und vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg durch Timo Strohmaier und Dr. Caroline Gritschke präsentiert. Die Frage wie kulturelle Inhalte heute und künftig vermittelt werden ist in Anbetracht der sich stetig verändernden Kommunikations- und Medienformen indes spannend. Frau Nele Hirsch, hat aufgezeigt, wie offene Kulturdaten ganze Schulsysteme verbessern könnten und das Städel Museum mit Inka Drögemüller hat den Kunstgeschichte Online – der Städel Kurs zur Moderne vorgestellt aber auch die digitale Strategie dahinter beleuchtet.